ÜBER BOOGIE WOOGIE

Der Boogie Woogie ist die tanzbare Spielweise des Blues am Klavier und entwickelte sich zu Beginndes letzten Jahrhunderts aus dem Ragtime. Er verbreitete sich vor allem unter schwarzen Musikern und erlebt heute in Europa eine Wiedergeburt. Er ist der Vorläufer des Swing, des Rhythm & Blues und des Rock`n Roll. Alle diese Stilrichtungen sind der JAZZmusik unterzuordnen.Boogie Woogie ist ein Klavier-Musikstil, der seine Blütezeit in den Anfangsjahrzehnten des 20. Jahrhunderts hatte. Seinen Beginn findet der Boogie Woogie in verschieden genannten Musikstilen, die zuerst in den Südstaaten der USA in den Camps der afro-amerikanischen Arbeiter gespielt wurden. Insbesondere handelte es sich hierbei um Lager, in denen Holzfäller und die Bauleute für die Eisenbahntrassen campierten. Das "Barrelhouse Piano" wurde dort in den Bretterbuden gespielt, in denen die Whisky- und Bier-Fässer lagerten. Zu den kraftvollen Darbietungen des Pianisten tanzten die Besucher dankbar und ausgelassen. In anderen Regionen firmierte der Boogie Woogie und seine Spielarten auch unter den Bezeichnungen "Honky Tonk", "Country Blues", "Stride Piano", "Blues Piano", "Fast Western", "Fast Blues" und "Fast Texas" oder gar "eight to the bar" aufgrund des charakteristischen musikalischen Merkmals von 8 Schlägen pro Takt.
Charakteristisches Merkmal des klassischen Boogie Woogie ist das Ostinato der linken Hand, mit den regelmäßig wiederkehrenden Bassfiguren, häufig mit 8 Schlägen pro Takt (eight to the bar), während die rechte Hand den Rest der Klaviatur für die - oftmals improvisierte - Melodie ausgiebig nutzt. ein Hauptmotiv in vielen Boogie Woogie Stücken ist die Eisenbahn, deren stampfender Rhythmus oftmals durch die linke Hand imitiert wird, während die rechte Hand von der Reise mit der Eisenbahn "erzählt".
Die Anfänge des Boogie Woogie liegen bereits in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Der heutige Name Boogie Woogie stammt ursprünglich von einem einzigen Musikstück des Pianisten Clarence "Pinetop" Smith, welches erst 1929 das Licht der Welt erblickte und den Namen "Pinetop's Boogie Woogie" trug. Zwar gab es schon vorher Songs, deren Titel das Wort "Boogie" enthielt, die Wortkombination "Boogie Woogie" wurde vorher so nicht gebraucht.
Die Hauptvertreter der Blütezeit des Boogie Woogie sind ohne Zweifel Clarence "Pinetop" Smith, Meade Lux Lewis und Albert Ammons und Pete Johnson. Diese verbreiteten diese Musikrichtung in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in den Ballungszentren der Vereinigten Staaten. Als Höhepunkt der Boogie Woogie Welle vor dem Zweiten Weltkrieg gilt ein Konzert in der Carnegie Hall in New York mit Big Joe Turner, Albert Ammons, Pete Johnson und Meade Lux Lewis, bei dem einige Besucher am Ende laut Legende von den Kronleuchtern geholt werden mussten, auf die sie vor Begeisterung geklettert waren...
Als weitere bedeutende Musiker des klassischen Boogie Woogie sind Charles "Cow Cow" Davenport, Jimmy Yancey, Jimmy Blythe, Hersal Thomas zu nennen. Spätere richtungsweisende Vertreter sind Jay McShann, Champion Jack Dupree und der immer noch aktive Little Willie Littlefield. Die heutigen zeitgenössischen Boogie Woogie Pianisten haben teilweise sogar noch mit den genannten Musikern gemeinsame CDs produziert, z.B. Axel Zwingenberger mit Jay McShann, Big Joe Turner und Champion Jack Dupree.
Eine Eigenart, die eng mit dem Boogie Woogie verwoben ist, waren die so genannten "House Rent Parties", bei denen der Wohnungsmieter Parties in seiner Wohnung gab und den Pianisten bezahlte, während die Gäste mit Ihrem Eintrittsgeld nicht nur die Party, sondern letztendlich auch die Miete für die Wohnung finanzierten. Diese Parties fanden in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts vielfach im Raum Chicago statt, in die der Boogie Woogie zu dieser Zeit vorgedrungen war und auf große Beliebtheit stieß.
Die heutige Popularität in Europa und den USA verdankt der Boogie Woogie einer Renaissance in den 1970er Jahren. Maßgeblich daran beteiligt waren neben Axel Zwingenberger auch Vince Weber und die Österreicher Martin Pyrker und der bereits verstorbene Hans-Georg Moeller. Inzwischen gibt es in ganz Europa und den USA eine Vielzahl erfolgreicher Boogie Woogie Pianisten und regelmäßig stattfindende internationalle Boogie Woogie Festivals. Ursprünglich war der Boogie Woogie ein Solo-Piano-Musikstil, teilweise mit Gesang des Pianisten. Später (nach der Hauptperiode) erreichte die Besetzung bis zu Big Band Orchester Größe. Heute ist vor allem die Solo-Darbietung mit uns ohne Gesangsunterstützung wie auch u.a. Duo-, Trio- und Quartett-Formationen üblich, wobei der Pianist hierbei dann meist von Schlagzeug, Kontrabass und im Quartett dann auch von Gitarre, Saxophon oder anderen Instrumenten begleitet wird. Große Tradition haben auch Darbietungen mit mehreren Pianisten, entweder an mehreren Klavieren oder Flügeln, oder - was beim Publikum regelmäßig Begeisterungsstürme hervorruft - gemeinsam an einem Klavier, teilweise mit fliegendem Wechsel und Rochaden der Pianisten.


Boogie Woogie ist ein Klavier-Musikstil, der seine Blütezeit in den Anfangsjahrzehnten des 20. Jahrhunderts hatte. Seinen Beginn findet der Boogie Woogie in verschieden genannten Musikstilen, die zuerst in den Südstaaten der USA in den Camps der afro-amerikanischen Arbeiter gespielt wurden. Insbesondere handelte es sich hierbei um Lager, in denen Holzfäller und die Bauleute für die Eisenbahntrassen campierten. Das "Barrelhouse Piano" wurde dort in den Bretterbuden gespielt, in denen die Whisky- und Bier-Fässer lagerten. Zu den kraftvollen Darbietungen des Pianisten tanzten die Besucher dankbar und ausgelassen. In anderen Regionen firmierte der Boogie Woogie und seine Spielarten auch unter den Bezeichnungen "Honky Tonk", "Country Blues", "Stride Piano", "Blues Piano", "Fast Western", "Fast Blues" und "Fast Texas" oder gar "eight to the bar" aufgrund des charakteristischen musikalischen Merkmals von 8 Schlägen pro Takt.

Charakteristisches Merkmal des klassischen Boogie Woogie ist das Ostinato der linken Hand, mit den regelmäßig wiederkehrenden Bassfiguren, häufig mit 8 Schlägen pro Takt (eight to the bar), während die rechte Hand den Rest der Klaviatur für die - oftmals improvisierte - Melodie ausgiebig nutzt. ein Hauptmotiv in vielen Boogie Woogie Stücken ist die Eisenbahn, deren stampfender Rhythmus oftmals durch die linke Hand imitiert wird, während die rechte Hand von der Reise mit der Eisenbahn "erzählt".

Die Anfänge des Boogie Woogie liegen bereits in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Der heutige Name Boogie Woogie stammt ursprünglich von einem einzigen Musikstück des Pianisten Clarence "Pinetop" Smith, welches erst 1929 das Licht der Welt erblickte und den Namen "Pinetop's Boogie Woogie" trug. Zwar gab es schon vorher Songs, deren Titel das Wort "Boogie" enthielt, die Wortkombination "Boogie Woogie" wurde vorher so nicht gebraucht.

Die Hauptvertreter der Blütezeit des Boogie Woogie sind ohne Zweifel Clarence "Pinetop" Smith, Meade Lux Lewis und Albert Ammons und Pete Johnson. Diese verbreiteten diese Musikrichtung in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in den Ballungszentren der Vereinigten Staaten. Als Höhepunkt der Boogie Woogie Welle vor dem Zweiten Weltkrieg gilt ein Konzert in der Carnegie Hall in New York mit Big Joe Turner, Albert Ammons, Pete Johnson und Meade Lux Lewis, bei dem einige Besucher am Ende laut Legende von den Kronleuchtern geholt werden mussten, auf die sie vor Begeisterung geklettert waren...

Als weitere bedeutende Musiker des klassischen Boogie Woogie sind Charles "Cow Cow" Davenport, Jimmy Yancey, Jimmy Blythe, Hersal Thomas zu nennen. Spätere richtungsweisende Vertreter sind Jay McShann, Champion Jack Dupree und der immer noch aktive Little Willie Littlefield. Die heutigen zeitgenössischen Boogie Woogie Pianisten haben teilweise sogar noch mit den genannten Musikern gemeinsame CDs produziert, z.B. Axel Zwingenberger mit Jay McShann, Big Joe Turner und Champion Jack Dupree.

Eine Eigenart, die eng mit dem Boogie Woogie verwoben ist, waren die so genannten "House Rent Parties", bei denen der Wohnungsmieter Parties in seiner Wohnung gab und den Pianisten bezahlte, während die Gäste mit Ihrem Eintrittsgeld nicht nur die Party, sondern letztendlich auch die Miete für die Wohnung finanzierten. Diese Parties fanden in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts vielfach im Raum Chicago statt, in die der Boogie Woogie zu dieser Zeit vorgedrungen war und auf große Beliebtheit stieß.

Die heutige Popularität in Europa und den USA verdankt der Boogie Woogie einer Renaissance in den 1960er und 1970er Jahren. Maßgeblich daran beteiligt waren zuerst und dann über Jahrzehnte Leopold von Knobelsdorff - Pianist und 1964 Mitbegründer der noch heute existierenden Boogie Woogie Company Cologne - und in der Folge neben Axel Zwingenberger auch Vince Weber und die Österreicher Martin Pyrker, Michael Pewny und der bereits verstorbene Hans-Georg Moeller. Inzwischen gibt es in ganz Europa und den USA eine Vielzahl erfolgreicher Boogie Woogie Pianisten und regelmäßig stattfindende internationalle Boogie Woogie Festivals.

Ursprünglich war der Boogie Woogie ein Solo-Piano-Musikstil, teilweise mit Gesang des Pianisten. Später (nach der Hauptperiode) erreichte die Besetzung bis zu Big Band Orchester Größe. Heute ist vor allem die Solo-Darbietung mit und ohne Gesangsunterstützung wie auch u.a. Duo-, Trio- und Quartett-Formationen üblich, wobei der Pianist hierbei dann meist von Schlagzeug, Kontrabass und im Quartett dann auch von Gitarre, Saxophon oder anderen Instrumenten begleitet wird. Große Tradition haben auch Darbietungen mit mehreren Pianisten, entweder an mehreren Klavieren ode Flügeln, oder - was beim Publikum regelmäßig Begeisterungsstürme hervorruft - gemeinsam an einem Klavier, teilweise mit fliegendem Wechsel und Rochaden der Pianisten.



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